Frage nicht mehr nach dem Wert des Lebens, sondern nach dem Werte, den
du deinem Leben geben kannst!
		-- Bô Yin Râ (eigentlich: Joseph Anton Schneiderfranken)
%
Nimm dein Leben, wie es ist! Denke nicht: "So könnt' es sein." Fluche
keinem deiner Tage, was du tragen mußt, ertrage!
		-- Bô Yin Râ (eigentlich: Joseph Anton Schneiderfranken)
%
Es kommt immer anders! Das ist das wahrste Wort und im Grunde zugleich
auch der beste Trost, der dem Menschen in seinem Erdenleben mit auf
den Weg gegeben worden ist.
		-- Wilhelm Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus)
%
Erkenntnis macht frei, Bildung fesselt, Halbbildung stürzt in
Sklaverei.
		-- Wilhelm Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus)
%
Sprichwörter sind ein öffentlicher Unterstützungsverein für Leute ohne
eigene Gedanken.
		-- Wilhelm Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus)
%
Wir tragen eben den Frieden wie ein Gewand, an dem wir vorn flicken,
während es hinten reißt.
		-- Wilhelm Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus)
%
Freue Dich, daß du in der Welt bist
und zu den Wundern mitgehörst!
		-- Wilhelm Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus)
%
Wer mit mir reden will, der darf nicht bloß seine eigene Meinung hören
wollen.
		-- Wilhelm Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus)
%
Erst durch lesen lernt man, wieviel man ungelesen lassen kann.
		-- Wilhelm Raabe (Pseudonym: Jakob Corvinus)
%
Computer ermöglichen das Begehen von Fehlern schneller als jede andere
Erfindung in der Geschichte der Menschheit, mit Ausnahme vielleicht
von Pistolen und Tequila.
		-- Mitch Radcliffe
%
Was in der Jugend ein Abenteuer war, wird in späteren Jahren nur
noch ein teurer Abend.
		-- Fritz Joachim Raddatz
%
Ist Liebe ohne Ehe ungesetzlich, dann ist Ehe ohne Liebe unmoralisch.
		-- Sarwapalli Radhakristan
%
Wohl dem, der seine Träume lange liebt!
Traum schenkt noch Glück, wenn Wirklichkeit zerstiebt.
		-- Ferdinand Raimund
%
Da streiten sich die Leut' herum oft um den Wert des Glücks.
Der eine heißt den andern dumm, am End' weiß keiner nix.
		-- Ferdinand Raimund
%
Ein Mächtiger, der mit dem Schwächeren spricht, verlangt nur Beifall,
Wahrheit nicht.
		-- Karl Wilhelm Ramler
%
Nichts gibt ein größerer Vergügen als den Betrüger zu betrügen.
		-- Karl Wilhelm Ramler
%
Die glücklichen Zeiten der Menschheit sind die leeren Blätter im Buch
der Geschichte.
		-- Leopold von Ranke
%
Wollt ihr die Unterschiede vernichten, hütet euch, daß ihr nicht das
Leben tötet.
		-- Leopold von Ranke
%
Jedes Jahrhundert hat die Tendenz, sich als das fortgeschrittenste zu
betrachten und alle andern nur nach seiner Idee abzumessen.
		-- Leopold von Ranke
%
Es ist in der Regel das Schicksal der zum Siege gelangten Parteien,
über den Sieg zu zerfallen.
		-- Leopold von Ranke
%
Zwischen Gelingen und Mißlingen, in Streit, Anstrengung und Sieg
bildet sich der Charakter.
		-- Leopold von Ranke
%
Einen Krieg kann man ebensowenig gewinnnen wie ein Erdbeben.
		-- Jeannnette Rankin
%
Ein Esel stellt sich Gott als Esel vor. Der Papst stellt sich Gott als
Mann vor.
		-- Uta Ranke-Heinemann
%
Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbs ist in Wirklichkeit meist
nur eine Klage über den Mangel an Einfällen.
		-- Walther Rathenau
%
Entrüstung ist Bekenntnis der Hilflosigkeit.
		-- Walther Rathenau
%
Wehe dem, der ein Kind in Furcht erzieht, und wenn es die Furcht vor
Gott wäre! Denn er schändet unabsehbare Menschengeschlechter.
		-- Walther Rathenau
%
Die persönlichen Lehren Christi: Demut, Feindesliebe, Unweltlichkeit
werden nirgends befolgt. Vielmehr ist es im gesamten Abendlande Sitte,
sich mit seinem Nächsten nicht zu befassen, gegen Feinde vorzugehen,
das Leben auf die Sorge für den kommenden Tag zu stellen, den, der
einem auf den rechten Backen schlägt, niederzuschießen und die geistig
Armen als minderwertig anzusehen.
		-- Walther Rathenau
%
In Deutschland wählte der Patriotismus die aggressive Form. Die Liebe
zum Heimischen kleidete sich in Haß gegen Fremdes.
		-- Walther Rathenau
%
Die Erfindung des Problems ist wichtiger als die Erfindung der Lösung;
in der Frage liegt mehr als in der Antwort.
		-- Walter Rathenau
%
Wer nicht begreifen kann, daß die Welt nicht anders als zwecklos sein
kann, den frage, ob das Allegro einer Symphonie das Adagio zum Zweck
habe oder ob das ganze Werk des Schlußakkords wegen da sei.
		-- Walter Rathenau
%
Verschmilzt die Wirtschaft Europas zur Gemeinschaft, und das wird
früher geschehen, als wir denken, so verschmilzt auch die Politik.
		-- Walter Rathenau
%
Irren ist menschlich.
Aber wenn man richtig Mist bauen will, braucht man einen Computer.
		-- Dan Rather
%
Es gibt Menschen, die, wenn sie das Licht am Ende des Tunnels sehen,
ein neues Stück Tunnel kaufen.
		-- Johannes Rau
(vor Schülern über die Zukunftsängste der Gesellschaft)
%
Gewalt ist der untrennbare Zwilling des Materialismus gewesen der
Echtsheitstempel seiner Größe.
		-- Johannes Rau
%
Das stärkt die Bodenhaftung, wenn man die Welt nicht nur aus
Aktennotizen kennt.
		-- Johannes Rau
%
Wer den Neid nicht ertragen kann, muß auch den Ruhm nicht wollen.
		-- Ernst Raupach
%
Alles wird teuerer, nur die Ausreden werden immer billiger.
		-- Hans-Joachim Rauschenbach
%
Das wahre Nettogewicht einer Dame ist erst meßbar,
wenn sie ihr Make-up abgetragen hat.
		-- Hans-Joachim Rauschenbach
%
Informatikausbildung kann niemanden zum Experten für Programmierung
machen genau so wie das Studium von Pinsel und Farben niemanden zu
einem Maler macht.
		-- Eric Raymond
%
Eine Regierung löst keine Probleme, sie läßt sie abklingen.
		-- Ronald Reagan
%
Es ist ein Merkmal gesetzten Alters, wenn man von zwei Versuchungen
jene wählt, die es erlaubt, um neun Uhr wieder zu Hause zu sein.
		-- Ronald Reagan
%
Die besten Köpfe gibt es nicht in der Regierung. Die Wirtschaft holt
sie weg.
		-- Ronald Reagan
%
Jimmy Carter hat zu mir gesagt: "Ich habe dich im Fernsehen wieder
einmal auf einem Pferd gesehen. Wie kommt es bloß, daß du so jung
aussiehst?"
Darauf ich: "Das ist ganz einfach, Jimmy - ich nehme nur alte Pferde."
		-- Ronald Reagan
%
Was nutzt einem ein Dach über dem Kopf, wenn ein unzufriedenes Weib darunter hockt?
		-- Andreas Rebers
%
Im Laufe des Lebens nimmt die Vergangenheit quantitativ zu.
		-- Andreas Rebers
%
Man soll die Kritiker nicht für Mörder halten, sie stellen ja nur den
Totenschein aus.
		-- Marcel Reich-Ranicki
%
Es gibt Menschen, die auf eine hinreißende Weise Blödes von sich
geben.
		-- Marcel Reich-Ranicki
%
Schriftsteller verzeihen ihren Kollegen alles, nur nicht den Erfolg.
		-- Marcel Reich-Ranicki
%
Geld allein macht nicht glücklich, aber es ist besser, in einem Taxi zu
weinen als in der Straßenbahn.
		-- Marcel Reich-Ranicky
%
Das Fernsehen macht die Klugen klüger und die Dummen dümmer.
		-- Marcel Reich-Ranicky
%
Die Ankunft schließt immer schon den Abschied mit ein.
		-- Brigitte Reimann
%
Wir sind nicht mehr die, die wir mal waren, sondern die,
vor denen wir immer gewarnt wurden.
		-- Thomas Reis
%
Für mich ist jemand psychisch labil, der nicht den Drang verspürt,
Berlusconi eins auf's Maul zu hauen.
		-- Thomas Reis
%
Schönheit kommt von innen - aber wie kommt sie rein?
		-- Thomas Reis
%
Guido Westerwelle erinnert mich immer stark an das Glühwürmchen,
das als Berufswunsch Flutlicht angab.
		-- Thomas Reis
%
Worüber man nicht mehr schwiegen kann, muß man reden.
		-- Reißwolf
%
Eine neue Erkenntnis muß so gesagt sein, daß man glaubt, die Spatzen
auf dem Dach hätten nur durch einen Zufall versäumt, sie zu pfeifen.
		-- Reißwolf
%
Für den Heroismus von wenigen ist das Elend von Millionen zu teuer.
		-- Erich Maria Remarque
%
Erst wenn man genau weiß, wie die Enkel ausgefallen sind, kann man
beurteilen, ob man seine Kinder gut erzogen hat.
		-- Erich Maria Remarque
%
Den Charakter eines Menschen erkennt man dann, wenn er Vorgesetzter
geworden ist.
		-- Erich Maria Remarque
%
An meinen Bildern müßt ihr nicht schnüffeln, die Farben sind
ungesund.
		-- Rembrandt
%
Diese penetrante Fröhlichkeit, der verlogene Mitmachzwang: Das hat
nichts mit Volksmusik zu tun, es ist nur zum Kotzen.
		-- Stephan Remmler
%
Man bewahrt immer die Merkmale seiner Abstammung.
(frz.: On garde toujours la marque de ses origines.)
		-- Ernest Renan (Das Leben Jesu)
%
In einer Gesellschaft von Menschen gleichen Glaubens genügt es, daß
einer behauptet, etwas Übernatürliches zu sehen oder zu hören, damit
die anderen es auch sehen oder hören.
		-- Ernest Renan
%
Niemals ist jemand weniger Priester gewesen als Jesus, niemals ein
größerer Feind der Formen, welche die Religion unter dem Vorwände, sie
zu beschützen, ersticken.
		-- Ernest Renan
%
In der Liebe ist es wie beim Verbrechen - ohne den richtigen Komplizen
wird es nichts.
		-- Christian Reuter
%
Auf einmal in einem ganzen Wirbel drin von Aventüren. Ach, wie ist
es gut, wenn einem der moralische Halt so gänzlich fehlt.
		-- Franziska Gräfin zu Reventlow (Tagebücher)
%
Es ist doch unter aller Menschenwürde, krank und abhängig zu sein.
		-- Franziska Gräfin zu Reventlow (Tagebücher)
%
Bleibe allein, dann spuckt dir niemand ins Zimmer.
		-- Franziska Gräfin zu Reventlow
%
Es ist so gut allein zu sein. Mit Menschen ist's mir, als ob man
innerlich zusammengeschnürt würde, und allein weitet sich's wieder.
		-- Franzsika Gräfin zu Reventlow
%
Mit einem Kinde sollte man immer allein sein. Es gehört nicht unter
mehrere große Menschen.
		-- Franziska Gräfin zu Reventlow
%
Nein, ich gehöre nicht zu diesen Menschen, ich bin ganz allein, und
es ist eine Mauer zwischen uns, über die hinweg wir uns manchmal miteinander
unterhalten.
		-- Franziska Gräfin zu Reventlow
%
Forcierte Jugendlichkeit macht nur noch viel älter.
		-- Franziska Gräfin zu Reventlow
%
Manchmal wollt ich, ich wäre alt, und alles schwiege schon in mir.
		-- Franziska Gräfin zu Reventlow
%
Wenn ich auch alt würde und einmal mit alten Augen das alles schauen
müßte - ich bin doch durch das Leben gegangen, habe alle seine Rätsel und
Schauer und Tiefen gelernt und gelebt und vielleicht gelöst und möchte
nie mehr wünschen, nicht gelebt zu haben.
		-- Franziska Gräfin zu Reventlow
%
In den Fabriken stellen wir Kosmetikartikel her; über die Ladentheke
verkaufen wir Hoffnung auf Schönheit.
		-- Charles Revson
%
Keiner weiss, ob die Höflichkeit nicht eine Tochter der Berechnung ist.
		-- Art van Rheyn
%
Die Natur verteilt ihre Gaben gerecht.
Die mit dem wenigsten Verstand bekommen die lauteste Stimme.
		-- Art van Rheyn
%
Wenn die Klügeren nachgeben, regieren die Dummköpfe die Welt.
		-- Jean-Claude Riber
%
Man gebe mir sechs Zeilen, geschrieben von dem redlichsten Menschen,
und ich werde darin etwas finden, um ihn aufhängen zu lassen.
		-- Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu

%
Die Rentenreform ist der grüne Punkt auf dem Arbeitnehmer.
		-- Mathias Richling
%
Im Leben ist das Böse oft preiswerter als das Dumme.
		-- Mathias Richling
%
Ich bin ein Deutscher. Holt mich hier raus!
		-- Mathias Richling
%
Was alt ist, hat bewiesen, daß es lebensfähig ist.
		-- Edward V. Rickenbacker
%
Man kompromittiert sich weniger, wenn man von der Kanzel gegen
unkeusche Bademode und gegen die Bordelle loszieht als gegen
faschistische Diktatur und Konzentrationslager.
		-- Paul Ricoeur
%
Also ein Ministerium läuft so, daß wir uns auf die verlassen,
die die Arbeit tun.
		-- Forschungsminister Heinz Riesenhuber
%
Ein Psychiater, das ist ein Mann, der in die Striptease-Show der
Folies-Bergeres geht und sich die Zuschauer ansieht.
		-- Jean Rigeaux
%
Wenn der Alltag dir arm erscheint, klage ihn nicht an - klage dich
an, daß du nicht stark genug bist, seine Reichtümer zu rufen, denn für
den Schaffenden gibt es keine Armut.
		-- Rainer Maria Rilke
%
Ein Leben bei dem nicht von Zeit zu Zeit alles auf dem Spiel steht,
ist nichts wert.
		-- Luise Rinser
%
Was zählt, ist unser Mut zu leben.
		-- Luise Rinser
%
In den Diktaturen darf man nichts sagen, muß alles nur denken. In der
Demokratie darf man alles sagen, aber keiner ist verpflichtet, sich
dabei etwas zu denken.
		-- Willi Ritschard
%
Auf hundert Besserwisser gibt es nur einen Bessermacher.
		-- Willi Ritschard
%
In dem Maße, wie der Aberglaube bei einem Volk abnimmt, muß die
Regierung die Vorsichtsmaßnahmen steigern und die Zügel der Autorität
und Ordnung straffer ziehen.
		-- Antoine Comte de Rivarol (Maximen und Reflexionen)
%
Die Adligen von heute sind nur die Gespenster ihrer Vorfahren.
		-- Antoine Comte de Rivarol (Maximen und Reflexionen)
%
Ein Bürger wird den Vergleich mit einem Schuhflicker mit weniger
Verdrossenheit hinnehmen als ein Adliger den Vergleich mit einem
Bürger.
		-- Antoine Comte de Rivarol (Maximen und Reflexionen)
%
Wer das Alphabet erschaffen hat, hat uns den Faden unserer Gedanken
und den Schlüssel der Natur in die Hand gegeben.
		-- Antoine Comte de Rivarol (Maximen und Reflexionen)
%
Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er
lebt froher.
		-- Charlie Rivel
%
Applaus ist eines der wenigen Dinge, die heute noch mit der Hand
gemacht werden.
		-- Charlie Rivel
%
Zu dem Adler sprach die Taube:
Wo das denken aufhört, da beginnt der Glaube;
Recht, sprach jener, mit dem Unterschied jedoch,
Wo du glaubst, da denk' ich noch.
		-- Ludwig Robert
%
Wir sind Diplomaten. Das heißt: Wenn wir sagen, was wir denken, haben
wir uns versprochen.
		-- Henry Morton Robinson (Der Kardinal)
%
Kluge Leute erkennt man daran, daß sie bei einem Anfall von Dummheit
schweigen.
		-- Robert Rocca
%
Alle Menschen lassen ein wenig von sich selbst zurück, wenn sie
weggehen.
		-- David Rochford
%
Ich arbeite nach dem Prinzip, daß man niemals etwas selbst tun soll,
was ein anderer für einen erledigen kann.
		-- John D. Rockefeller
%
Wer viele Sprachen spricht, kann in vielen Sprachen Unsinn reden.
		-- Alexander Roda Roda
%
Psychiater unterscheiden sich von den Verrückten nur durch die
Ausbildung.
		-- Alexander Roda Roda
%
Der Journalist hat zwei Augen und zwei Ohren, um doppelt soviel zu
sehen und zu hören, wie geschieht.
		-- Alexander Roda Roda
%
Gib dein Bestes und du bist selbst der Beschenkte.
		-- Margarete Rode
%
Man kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln - ein
Auto braucht Liebe.
		-- Walter Röhrl
%
Die Einkommensteuer hat mehr Menschen zu Lügnern gemacht als der
Teufel.
		-- William P. Rogers
%
Alles ist komisch, solange es jemand anderem passiert.
		-- William P. Rogers
%
Die Chance klopft öfter an, als man meint, aber meistens ist niemand
zu Hause.
		-- William P. Rogers
%
Den Fortschritt erkennt man schon daran, daß in jedem neuen Krieg die
Menschen auf andere Art getötet werden.
		-- William P. Rogers
%
Weniger ist mehr.
		-- Ludwig Mies van der Rohe
%
Das ist eines der tragischen Mißverständnisse unserer Zeit: Wir
glauben, wenn etwas unzweifelhaft als falsch bewiesen ist, müsse das
Gegenteil richtig sein.
		-- Salvador de Madariaga y Rojo
%
Fernsehen - Rundfunk für Phantasielose
		-- Rudolf Rolfs
%
Demokratie, das ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen
und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter
Hirten die Wolle abzuscheren.
		-- Romain Rolland
%
Der Blitz schlägt ein, wo er will und wann er will. Aber es gibt
Gipfel, die ihn anziehen.
		-- Romain Rolland
%
Man soll die Wahrheit mehr als sich selbst lieben, aber seinen
Nächsten mehr als die Wahrheit.
		-- Romain Rolland
%
Wer leichthin glaubt, wird leicht betrogen.
		-- Georg Rollenhagen
%
Das Ideal mancher Autoren ist offensichtlich eine Literatur ohne
Leser.
		-- Jules Romains
%
Vorurteile sterben ganz langsam, und man kann nie sicher sein, daß
sie wirklich tot sind.
		-- Jules Romains
%
Die Abstumpfung ist der Feind des Glücks. Niemals kann ein Blasierter
glücklich sein.
		-- Jules Romains
%
Es ist unmöglich, nur den Augenblick zu leben. Man steht immer mit
einem Bein in der Vergangenheit, mit dem anderen in der Zukunft.
		-- Jules Romains
%
Ein Politiker wird nicht dadurch zum Experten, daß er etwas über
etwas sagt.
		-- Manfred Rommel
%
Wir vermissen die Toleranz eher bei den anderen, als daß wir sie
selbst üben.
		-- Manfred Rommel
%
Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber er hat kein Anrecht
darauf, daß andere sie teilen.
		-- Manfred Rommel
%
Akademische Bildung verringert nicht die Neigung zu
Vernunftwidrigkeiten, sondern potenziert sie.
		-- Manfred Rommel
%
Wäre die deutsche Politik ein Auto, ich fürchte, sie käme schon seit
Jahren nicht mehr durch den TÜV.
		-- Manfred Rommel
%
Nostalgie ist die Fähigkeit, darüber zu trauern, daß es nicht mehr so
ist, wie es früher nicht gewesen ist.
		-- Manfred Rommel
%
Rhetorik ist die Kunst, Unverständliches so feierlich vortragen zu
können, daß jeder einzelne Zuhörer meint, der Nachbar verstehe alles,
bloß er selber sei zu dumm, und damit dies die anderen nicht merken,
tue er am besten so, als habe auch er alles verstanden.
		-- Manfred Rommel
%
Die Summe der Einzelinteressen ergibt nicht Gemeinwohl, sondern Chaos.
		-- Manfred Rommel
%
Ach, man schlägt sich, man verträgt sich,
und ganz plötzlich ist man sechzig.
Ein Jahr ins andre schiebt sich,
und auf einmal ist man siebzig.
Kaum noch viel Gedanken macht sich,
wer sich zubewegt auf achtzig.
Schafft ers wohl auch noch bis neunzig?
Günstig wärs, denns reimt sich.
		-- Manfred Rommel
%
Kein Mensch kauft heute mehr Schuhe, um seine Füße warm und trocken zu
halten, sondern wegen des Gefühls, das er mit diesen Schuhen
verbindet: Man fühlt sich darin männlich, weiblich, naturverbunden und
geländesicher, 'anders', kultiviert, jung, elegant oder 'in'. Der Kauf
von Schuhen ist zum 'Gefühlserlebnis' geworden. Heutzutage verkaufen
wir eher eine Gefühlswelt als einfach nur Schuhe.
		-- Francis C. Rooney
%
Ich stehe Statistiken etwas skeptisch gegenüber. Denn laut Statistik
haben ein Millionär und ein armer Kerl jeder eine halbe Million.
		-- Franklin Delano Roosevelt
%
Der Krieg ist eine Seuche. Er kann Staaten und Völker verschlingen,
die vom ursprünglichen Schauplatz der Feindseligkeiten weit entfernt
sind.
		-- Franklin Delano Roosevelt
%
Der Reaktionär ist ein Nachtwandler, der rückwärts geht.
		-- Franklin Delano Roosevelt
%
Ein Radikaler ist ein Mann, der mit beiden Beinen fest in der Luft
steht.
		-- Franklin Delano Roosevelt
%
Das Einzige, was wir fürchten müssen, ist die Furcht selbst.
		-- Franklin Delano Roosevelt
%
Wir müssen uns der alten Feinde erwehren – Wirtschafts- und Finanzmonopole,
Spekulation, rücksichtslose Banken, Kriegsgewinnler. Sie betrachten die
Regierung schon als ein bloßes Anhängsel ihrer eigenen Geschäfte ...
		-- Franklin Delano Roosevelt (Wahlkampfrede 1936)
%
Nie drohe man zuerst mit der Faust und dann mit dem Finger.
		-- Theodore Roosevelt
%
Sprich leise und höflich, aber trage stets einen dicken Knüppel bei
dir.
		-- Theodor Roosevelt
%
Kluge Leute verstehen es, den Abschied von der Jugend auf mehrere
Jahrzehnte zu verteilen.
		-- Robert Rosay
%
Der Sport ist eine völkerverbindende Sache.
Vor allem die Ärzte haben viel zu verbinden.
		-- Herbert Rosendorfer
%
Ein Mann ist jung, wenn eine Frau ihn glücklich oder unglücklich
machen kann.
Er kommt in die besten Jahre, wenn eine Frau ihn zwar glücklich, aber
nicht mehr unglücklich machen kann.
Er ist alt und verbraucht, wenn eine Frau ihn weder glücklich noch
unglücklich machen kann.
		-- Monz Rosenthal
%
Wenn beim Menschen die Muskeln versagen, merkt er das selbst. Wenn es im
Kopf nachläßt, merken es zuerst die anderen.
		-- Philip Rosenthal
%
Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.
		-- Philip Rosenthal
%
Die schönsten Abendkleider würden nur nach der praktischen Funktion
(also Bedecken und Warmhalten) schlecht abschneiden, denn sie
enthüllen mehr, als sie bedecken, und wenn Wärme erzeugt wird, dann
eher beim bewundernden Gegenüber.
		-- Philip Rosenthal (über die Funktion des Design)
%
Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.
		-- Philip Rosenthal
%
Die Selbstzufriedenheit ist der Sargdeckel jeden Fortschritts.
		-- Philip Rosenthal
%
Menschen mit unbeirrbaren Grundsätzen sind wie Autos, die auf Schienen
fahren.
		-- Roberto Rossellini
%
Ich halte nichts vom Recht auf Arbeit; ich halte es lieber für das
größte Recht des Menschen, nichts zu tun.
		-- Gioacchino Rossini
%
Töte einen Menschen, und du bist ein Mörder.
Töte Millionen, und du bist ein Eroberer.
Töte alle, und du bist Gott.
		-- Edmond Rostand
%
Sicher können Maschinen Probleme lösen, Informationen speichern,
kombinieren und Spiele spielen - aber es macht ihnen keinen Spaß!
		-- Leo Rosten
%
Krisen meistert man am besten, indem man ihnen zuvorkommt.
		-- Walt Whitman Rostow
%
Mit Hartz IV haben wir hundertausende von Sozialhilfeempfängern aus
der Sozialhilfe herausgeholt.
		-- Claudia Roth
%
Was bringt den Doktor um sein Brot?
a) die Gesundheit, b) der Tod
Drum hält der Arzt, auf dass er lebe,
uns zwischen beidem in der Schwebe.
		-- Eugen Roth
%
Der Begriff "Fortschritt" allein setzt bereits die Horizontale voraus.
Er bedeutet ein Weiterkommen und keine Höherkommen.
		-- Joseph Roth
%
Ihr Geld ist nicht weg, mein Freund, es hat nur ein anderer.
		-- J. M. de Rothschild
%
Aber ich will Weltbürger sein, ein Mann, der überall oder vielmehr
nirgends zu hause ist.
		-- Desiderius Erasmus von Rotterdam
%
Von den Schlechten Verlacht zu werden ist fast ein Lob.
		-- Desiderius Erasmus von Rotterdam
%
Niemand ist weiter von der wahren Religion entfernt, als wer sich
selbst für sehr religiös hält.
		-- Desiderius Erasmus von Rotterdam
%
Sei dessen eingedenk, daß zwischen einem Verrückten und einem, der
vor Zorn rast, kein größerer Unterschied ist, als zwischen einer
vorübergehenden und einer dauernden Tollheit.
		-- Desiderius Erasmus von Rotterdam
%
Doch der Mensch führt nicht mit dem Menschen Krieg, sondern mit sich
selbst, und gerade aus dem eigenen Inneren fällt uns die feindliche
Schlachtreihe an.
		-- Desiderius Erasmus von Rotterdam
		   (Handbüchlein eines christlichen Streiters)
%
Wahrer Adel ist es, den nichtigen Adel zu verachten.
		-- Desiderius Erasmus von Rotterdam
		   (Handbüchlein eines christlichen Streiters)
%
Ähnliches wird von ähnlichem ergriffen.
		-- Desiderius Erasmus von Rotterdam
		   (Handbüchlein eines christlichen Streiters)
%
Die Allgemeinheit war ja wohl immer schon der schlechteste Lehrer für
das Leben und Fühlen. Und niemals stand es so gut um die menschlichen
Dinge, daß nicht der großen Menge gerade das Schlechtteste gefiel.
		-- Desiderius Erasmus von Rotterdam
		   (Handbüchlein eines christlichen Streiters)
%
Ein Mensch, am Ende seines Lebens, sieht ein, daß der Erfolg des
Strebens nur dürftig war, an dem gemessen, was er versoffen und
verfressen.
		-- Eugen Roth
%
Ein Intellektueller ist einer, der in eine Bibliothek geht, selbst
wenn es nicht regnet.
		-- Andre Roussin
%
Es gibt zwei Arten von Menschen: Die toten und die tödlichen.
		-- Helen Rowland
%
Kleinigkeiten sind es, die Perfektion ausmachen, aber Perfektion ist
alles andere als eine Kleinigkeit.
		-- Henry Royce
%
Die meisten Menschen machen das Glück zur Bedingungen. Aber das Glück
findet sich nur ein, wenn man keine Bedingungen stellt.
		-- Arthur Rubinstein
%
Es kann nicht mehr das Wünschbare gemacht werden, sondern nur noch das
Notwendige.
		-- Jürgen Rüttgers
%
Du wirst der Achtung aller würdig sein, sobald du angefangen hast,
dich selbst zu achten.
		-- Musonius Rufus
%
Das Ideal der lockeren Bindungen entspricht dem der fettarmen
Quarkspeise. Man will den Geschmack, aber nicht das Gewicht.
		-- Michael Rumpf
%
Die einzig gute Malerei ist es, die Wangen der Kinder rosig zu färben.
		-- John Ruskin
%
Sonnenschein wirkt köstlich, Regen erfrischend, Wind aufrüttelnd,
Schnee erheiternd. Wo bleibt da das schlechte Wetter?
		-- John Ruskin
%
Alle Baukunst bezweckt eine Einwirkung auf den Geist, nicht nur einen
Schutz für den Körper.
		-- John Ruskin
%
Nichts großes Geistiges wurde je durch eine Anstrengung
hervorgebracht; Großes kann nur von einem Großen geschaffen werden,
und er tut es ohne Anstrengung.
		-- John Ruskin
%
Abnehmen ist ganzfach: Man darf nur Appetit auf Dinge bekommen, die
man nicht mag.
		-- Jane Russel
%
In der Wissenschaft sollte man niemals gegen etwas wetten, daß
unwahrscheinlicher als 10^12 zu 1 ist.
		-- Ernest Rutherford
%
Wir sollten uns mit den großen Problemen beschäftigen, solange sie
noch ganz klein sind.
		-- Jadwiga Rutkowska
%
Wir mussten niemals die Bomben abwerfen, um den Krieg zu gewinnen.
		-- Bud Ryan
%
